Willkommen bei Rainer Czisch - Sanitär- und Heizungstechnik - Gebäudeenergieberater im Handwerk
 Willkommen bei Rainer Czisch - Sanitär- und Heizungstechnik - Gebäudeenergieberater im Handwerk

Weil Sie verstehen und mitreden wollen:    ---   Fachbegriffe, eingängig erklärt:

Netzausbau

In Deutschland haben wir bereits ungefähr 100.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungs-Freileitungen. Diese reichen jedoch angesichts des von der Bundesregierung beschlossenen Ausbaus erneuerbarer Energien bei weitem nicht mehr aus. Große Windparks entstehen vor allem in Ost- und Norddeutschland und sogar auf See. Der dort erzeugte Strom muss teilweise sehr weit zum Verbraucher transportiert                                                 werden. Das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) und das Energie­wirtschafts­gesetz (EnWG)

haben der Bundesnetzagentur umfangreiche Aufgaben im Rahmen des Ausbaus der deutschen Höchstspannungsnetze übertragen. Der Neu- oder Umbau von Leitungen selbst ist nicht Aufgabe der Bundesnetz­agentur, sondern der Übertragungsnetzbetreiber. Diese finanzieren ihre Investi­tionen über die Netzentgelte – damit trägt die Kosten indirekt der Verbraucher. Das ist der Grund, warum gerade der Ausbau der regenerativen Energie die Strompreise rapide ansteigen lässt. (siehe auch meine "Kritischen Gedanken zur Energiewende"

Nennwärmeleistung

Die Nennwärmeleistung bezeichnet die maximal mögliche Wärmeleistung einer Heizungsanlage, Solaranlage oder Wärmepumpe im Dauerbetrieb innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Diese Nennwärmeleistung können Sie dem jeweiligen Typenschild entnehmen (Angabe in Kilowatt (kW).

Quelle Initiative Solarwärme Plus

Neigungswinkel

Der richtige Neigungswinkel der auf dem Dach installierten Photovoltaik-Felder bestimmt deren Effizienz, wobei allerdings die Sonne im Sommer höher steht, also in dieser Zeit eigentlich ein flacherer Winkel notwendig wäre. Im Winter wiederum bei flacherem Sonneneinfall wäre ein steilerer Winkel notwendig. Als optimaler Neigungswinkel in unseren Breiten hat sich eine Einstellung zwischen 20 und 60 Grad erwiesen.

Öl-Heizgerät bodenstehend

bezeichnet einen "Ölkessel" der direkt auf dem Boden steht, häufig im Kombination mit einem liegenden oder mit daneben stehendem Warmwasserspeicher. Bodenstehende Heizgeräte wie der Ölkessel zeichnen sich durch hohe Robustheit und häufig hohe Leistungen aus. Für den Einbau im Keller geeignet.

Öl-Heizgerät wandhängend

ein kompaktes Heizgerät, das sich für die Wandmontage in Keller aber auch in Küche, Bad oder Flur eignet. Bei ÖL-Heizgeräten hat sich allerdings die bodenstehende Bauweise durchgesetzt ganz im Gegensatz zu wandhängenden GAS-Heizgeräten.

Öl-Niedertemperatur-Heizgerät

Ein Öl-Niedertemperaturkessel ist die preiswerteste Lösung, wenn Ihr alter Kessel ausgetauscht werden muss. Diese Technologie mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 75 Grad erreicht einen Normnutzungsgrad von bis 96 %. Allerdings muss das Heizungssystem für niedrige Wassertemperaturen (Vorlauf-/Rücklauftemperatur) ausgelegt sein. Gleiches gilt für die Abgaswege, denn der Wasserdampf kondensiert im Schornstein (siehe unter "Versottung") Ihr Fachhandwerker muss in den Schornstein ein

Edelstahlrohr - zunehmend stattdessen eine Kunststoff-Abgasleitung - einziehen. Bei der Brennwert-Technik  wird zusätzlich auch der Wasserdampf über einen Wärmetauscher der Heizungsanlage kondensiert. Bei diesem Vorgang gibt der Wasserdampf seine enthaltene Energie wieder an das Heizungswasser ab. Dieser Vorgang funktioniert nur bis zu einer bestimmten Systemtemperatur.

Opferanode

Die häufig stabförmige (aber auch in Kugelketten-Form zu findende) Opferanode ist in Warmwasserspeichern eingeschraubt, die verzinkt, oder emailliert oder glasiert sind. Die vorzugsweise aus Magnesium bestehenden  Opferanoden werden eingesetzt zum Schutz vor Korrosion. Damit wird die Korrosion des Warmwasserspeichers verhindert, denn die Opferanode besteht aus einem unedlen Material. So korrodiert die Opferanode statt die Wand des Wasserspeichers. Die verbrauchte Opferanode muss dann gelegentlich erneuert werden. Das abgebaute Material setzt sich als Schlamm auf dem Boden des Trinkwasserbereiters ab. Daher sollen Trinkwasserbereiter regelmässig kontrolliert und auch gereinigt

                                      werden. Opferanoden  finden Sie übrigens auch am Rumpf von Stahlschiffen, wo sie den gleichen Zweck

                                      erfüllen sollen, nämlich den Rumpf vor Rostfrass zu schützen.

Passivhaus

Das Passivhaus wird „passiv“ genannt, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird. Das Passivhaus erfüllt noch strengere Anforderungen als ein Niedrigenergiehauses und benötigt im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude 80 bis 90 Prozent weniger Heizenergie. Das Passivhaus darf laut den Zertifizierungskriterien  einen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden (Energiegehalt von etwa 1,5 Liter Heizöl) pro Quadratmeter in einem Jahr nicht übersteigen. Die maximal zulässige Heizlast                                         beträgt 10 W/m² und muss auch im Winter an ungünstigen Tagen über die Zuluft einbringbar sein. Diese

besondere Energieeinsparung wird erzielt durch die konsequente Nutzung der eingestrahlten Sonnenenergie (z.B. Wärmeschutzverglasung), durch Beachten einer luftdichten Bauweise aber auch durch die Nutzung der Wärmerückgewinnung im Rahmen einer kontrollierten Wohnraumlüftung. (siehe auch unter "kontrollierte Wohnraumlüftung") oder unter "Wärmeschutzverglasung"

Pellets

Pellets sind kleine, genormte, zylindrische Holzpresslinge, die als Brennstoff in speziellen Pellets-Öfen oder Pellet-Heizkesseln genutzt werden. Pellets werden aus Abfallholz oder Sägemehl hergestellt und zu diesen charakteristischen "Würmern" gepresst. Dabei enthalten 2 Tonnen Pellets die Energie von etwa 1000 l Heizöl. Die Nutzung des Brennstoffes Holzpellets ist im Gegensatz zum Einsatz fossiler Energieträger weitgehend CO2-neutral, weil bei der Verbrennung von Holz die Menge an Kohlenstoff-

dioxid (CO2) freigesetzt wird, die der Baum zuvor im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. (Aber siehe insoweit unter dem Karteireiter "Kritische Gedanken" meinen Artikel von Dezember 2016 zur

Energiewende) Wenig bekannt: Nicht ganz unproblematisch ist die Lagerung der Pellets. Aus den Pellets kann das farb- und geruchlose, jedoch giftige Kohlenmonoxid (CO) austreten und sich in der Luft, beispielsweise in einem Pelletsilo anreichern. Pellet-Lagerräume müssen daher konstant gut durchlüftet werden und mit CO-Meldern ausgestattet werden, sonst droht die Gefahr einer  mitunter tödlichen Vergiftung! Aus dem Lager dürfen außerdem keine Gase in Räume austreten können, in denen sich Menschen aufhalten. Wichtig ist auch, dass der Pelletlagerraum trocken und staubdicht ist. Nur durch trockene

Lagerbedingungen kann der Wassergehalt der Pellets dauerhaft unter 10 % gehalten und damit ein konstanter Heizwert der Pellets garantiert werden. Aufgequollene Pellets können zur Verstopfung der Fördersysteme führen. Der zusätzlich staubdichte Abschluss des Raumes ist notwendig, um eine mögliche Staubausbreitung im Gebäude während der Befüllung zu vermeiden. Im Pelletlagerraum selbst dürfen aus brandschutzrechtlichen Gründen keine Elektroinstallationen wie Lichtschalter, Steckdosen, Leuchten oder Verteilerdosen befinden. (Gefahr von Staubexplosion) Es gibt aber auch spezielle Lagerbehälter z.B. Silos aus Gewebe oder Metall, die im Keller oder gegen Umwelteinflüsse geschützt auch außerhalb des Hauses aufgestellt werden. Darüberhinaus sind Pellets-Erdlager erhältlich.

Perimeterdämmung

Als Perimeterdämmung bezeichnet man die Dämmung an einer Kelleraußenwand mit Erdberührung und die Wärmedämmung unterhalb der Bodenplatte. Für die Perimeterdämmung werden nur Dämmstoffe verwendet, die wasser- und druckbeständig sowie verrottungsfest sind: extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten (XPS), expandierte Polystyrol-Hartschaumplatten (EPS) und Glasschaumplatten. (siehe ergänzend unter„Hexabromcyclododecan“)

Photovoltaik

Es handelt sich um Solarzellen, die den Sonnenkollektoren ähneln. Anders als die Sonnenkollektoren, in denen die aufgefangene Sonnenenergie in Wärme umgewandelt  und an eine dort zirkulierende Flüssigkeit abgegeben wird (siehe "Solarthermie"), wird in den Solarzellen die Sonnenenergie nicht in Wärme, sondern in Strom umgewandelt. Derzeit ist es möglich, nur etwa 13 bis 24 Prozent der einfallenden Sonnenenergie in Strom umzuwandeln. Photovoltaik-Elemente sind leichter als Sonnenkollektoren und einfacher auf dem Dach zu montieren. Zwischen den Jahren 2000 und  2003 haben sich die Photovoltaikflächenvon 200.000 m² auf 450.000 m² mehr als verdoppelt.

PHPP-Standard                   

Welche Kriterien ein Passivhaus erfüllen muss, ist in der Bundesrepublik Deutschland im sogenannten PHPP-Standard vom Passivhaus Institut (PHI) in Darmstadt als Norm festgesetzt worden.. Der PHPP-Standard setzt dabei die maximal zulässigen Höchstwerte für den Heizwärmebedarf, den Primärenergiebedarf und den Drucktestluftwechsel fest. (Siehe auch unter "Passivhaus" und "Blower-Door-Verfahren"

Plattenheizkörper

Die in mannigfaltiven Farben lieferbaren Plattenheizkörper sind heute durch innovative Techniken in der Lage, mehr Energienutzen zu ziehen, als bei den manchen früheren Radiatoren (siehe auch unter "Radiator") So wird z.B. die Vorderseite der Heizkörper zuerst durchströmt, um ein schnelleres Entstehen von Strahlungswärme zu erreichen. Plattenheizkörper sind natürlich weitaus pflegeleichter als die

                                      früheren Radiatoren (Rippenheizkörper)

Plattenwärmetauscher:
Um Trinkwasser schnell und direkt während des Durchfliessens zu erwärmen, werden Plattenwärmetauscher z.B. in Warmwasserspeichern, aber auch in Wärmepumpenanlagen eingesetzt. Dies sind aus vielen einzelnen Edelstahlplatten gefertigte Blocks, durch die das zu erwärmende Wasser und das Heizwasser in getrennten Schichten fliessen und auf diese Weise eine Wärmeübertragung stattfindet.

Polystyrol  (PIR)  ( "Styropor")

Polystyrol ist besser bekannt als Styropor. Polystyrol ist ein feuchtigkeitsbeständiger, preisgünstiger und unverrottbarer Kunststoff. Es besitzt gute Dämmeigenschaften und wird in einfach zu verarbeitenden Platten geliefert. PIR  ist aber nicht druckfest und ist darüberhinaus auch brennbar (wenn auch als "schwerentflammbar" eingestuft.  Wenn Stryropor brennt, verflüssigt es sich und tropft brennend ab. PIR kommt auch als Granulat  in Schüttungen vor, hat in dieser Form aber eine stark verringerte

                                      Dämmleistung. (siehe ergänzend unter "Polyurethan (PUR) oder „Hexabromcyclododecan“)

Polyurethan (PUR)

Polyurethan-Hartschaum ist die Bezeichnung für eine Dämmstoff-Familie aus PUR- oder PIR-Hartschaumplatten. Diese besitzen eine gegenüber Polystyrol 20-30% bessere Dämmwirkung. PUR/PIR-Hartschaum ist feinporiger als Polystyrol, sehr druckfest und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Diese Hartschaumplatten eignen sich gut als Perimeterdämmung, d.h. zur Dämmung von erdberührten Bauteilen. Daarüberhinaus ist PUR schimmel- und fäulnisresistent und geruchsneutral. Seine

Wärmeleitfähigkeit ist einer der niedrigsten der klassischen Dämmstoffe. Außerdem erfüllt der Hartschaum die gesetzlich festgelegten Anforderungen an den Brandschutz. Allerdings sollten PUR-Hartschaummplatten nicht ungeschützt der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Sie werden braun und zerbröseln. (siehe ergänzend auch unter„Hexabromcyclododecan“, "Polystyrol" oder "Minderalwolle", "WLG" oder unter "Perimeterdämmung"

Pressbacken

Dabei handelt es sich keineswegs um die "dicken Backen", die ein Monteur bei großer Anstrengung machen könnte. Neben Schweissen und Löten ist das "Pressen" eine Verbindungsart, um Rohrleitungen miteinander zu verbinden. Hierzu ist einerseits eine Pressmaschine notwendig und andererseits die in verschiedenen Größen und je nach Rohrart unterschiedlichen Pressbacken, die - ähnlich einer Zange -     um den Werkstoff, z.B. einen Rohrfitting, gelegt werden und diesen dann maschinell mit dem Rohr verpressen. (siehe auch unter "Fittinge" oder nachfolgend unter "Pressmaschine")

Pressmaschine

Hier haben wir die Pressmaschine, in die vorne die Pressbacke zum Verpressen von Fittingen eingesetzt wird. Das Pressen als Technik zum Verbinden von Rohrstücken hat z.B. das Löten deutlich zurückgedrängt.

 

Pufferspeicher

Ein zylindrischer Behälter, der zur Speicherung von Heizwasser bzw. Warmwasser dient, das durch Wärmeerzeuger, also Heizkessel, Sonnenkollektoren, Wärmepumpe pp. erhitzt wird. In einem solchen Warmwasserspeicher, den es in liegender Form oder auch in stehender Form gibt, können ein oder mehrere Wärmetauscher eingebaut sein, die Wärme für andere Systeme (Unterstützung der Heizung, bivalente Trinkwassererwärmung pp.) entnehmen.

Pümpel

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Saugglocke, auch Abflussstampfer oder Gummisauger  bezeichnet. Dient der Beseitigung von Verstopfungen in Abflüssen (Waschbecken, Toiletten, Badewannen, Spülen) Sie besteht aus einer Gummiglocke am Ende eines Holzstabes. Mit dem Pümpel wird bei Benutzung sowohl Über- als auch Unterdruck erzeugt. Beim Einsatz sollten Sie den Überlauf mit einem nassen Lappen abdichten. Dann die Saugglocke auf den Abfluss setzen und möglichst ruckartig nach unten drücken. Dadurch wird ein Überdruck erzeugt, der bewirken soll, dass die Verstopfung gelöst wird. Durch eine zügige Auf- und Abbewegung des Pümpels wird abwechselnd ein Über- und Unterdruck erzeugt, der die Verstopfungen löst, damit sie weggeschwemmt werden. Vorteil ist die einfache Bedienung. Effektiver ist die komplette Reinigung des verstopften Siphons durch Auseinandernehmen.

                                      (Siehe auch unter "Sifon")

Radiator

Als Radiator oder Gliederheizkörper bezeichnet man die älteren Modelle von Heizkörpern, die aus aneinandergereihten Gliedern bestehen. Das Verbinden dieser Glieder nennt man "Nippeln", weil

sie mittels kleiner Gewinde-Nippel verschraubt werden.  Weil komplette Radiatoren wegen ihres       

hohen Eigengewichtes nur schwer zu transportieren waren, wurde das "Nippeln", also das Zusammenfügen von einzelnen Rippen, auch auf der Baustelle gemacht. Dafür gibt es spezielle "Nippelstangen". Früher bestanden die Radiatoren aus Gusseisen, dann immer häufiger aus Stahl. Vorteile und Nachteile der Radiatoren: Aufgrund der schweren Masse wird  ein Radiator langsamer warm Einmal aufgeheizt, speichert er dann allerdings auch sehr lange die Wärme. Guss-Radiatoren galten als "unkaputtbar". Verdrängt werden die Radiatoren durch die in vielen Wunschfarben fertiglackierten Plattenheizkörper (siehe auch unter "Plattenheizkörper")

Rauchmelder

Im Schlaf setzt der Geruchssinn aus. Dies ist der Grund, warum Rauchgase nur im seltensten Falle wahrgenommen werden und deswegen höchst gefährlich sind. Da schon wenige Atemzüge in Rauch und giftigen Rauchgasen tödlich sein können, wundert es nicht, dass 85 % der bei einem Brand Getöteten nicht Opfer der Flammen wurden, sondern bereits an den Rauchgasen erstickt sind. Bis auf die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Sachsen ist in der Bundesrepublik Deutschland der Einbau von

Rauchwarnmeldern in Wohnräumen gesetzlich vorgeschrieben!  Grundvoraussetzung eines jeden

Rauchmelders sollte das CE-Zeichen inklusive der Angabe "EN 14604" sein. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft prüft Rauchmelder nach bestimmt Kriterien und sichert somit ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit. Rauchmelder müssen in allen Räumen  angebracht werden, in denen geschlafen wird und in Fluchtwegen. Also in Schlafzimmer, Kinderzimmer und Fluren. In Küche und Badezimmer dagegen sind Rauchwarnmelder wegen der Gefahr von Fehlalarmen fehl am Platze. Nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert sind Rauchwarnmelder in Treppenhäusern oder in der Nähe  von Technikräumen im Keller. Es gibt Geräte als Einzelmeldegerät. Bei umfangreicheren Räumlichkeiten empfehlen sich hingegen Geräte, die miteinander funkvernetzt sind, so dass bei einem Alarm in einem Raum auch die anderen Geräte mit eingeschaltet werden. Hinsichtlich der Stromversorgung der Geräte gibt es ebenfalls Unterschiede:

Die preiswerteste Lösung mit Alkaline Batterien:

Alkaline Batterien haben eine Standardlaufzeit von 1 bis 2 Jahren und sind die klassische Form der Batterie. Nachteil: Es ist regelmäßiger Wechsel notwendig. Risiko: falscher Zusammenbau von Batterie oder Rauchmelder in der Grundhalterung.

Integrierte Batterie

Die fest eingebauten Batterien haben den Vorteil, dass sie in der Regel garantiert 10 Jahre halten, weshalb viele Privatpersonen  immer häufiger auf diese Form zurückgreifen. Die Kosten für einen Rauchwarnmelder mit fest integrierter Batterie sind natürlich etwas höher. Nachteil: Nach Ende der Batterielaufzeit fällt allerdings unnötiger Elektronikschrott an und es muss ein neuer Rauchwarnmelder erworben werden - und in der Regel muss dann eine neue Befestigung gebohrt werden -

Lithiumbatterie                                                    

Eine Lithiumbatterie hält in der Regel 10 Jahre  und kann im Gegensatz zur integrierten Batterie alsdann gewechselt werden. Lithium Batterien sind jedoch nicht für alle Modelle von Rauchmeldern geeignet.

Raumluftabhängig

Bei Raumluftabhängigem Betrieb zieht der Heizkessel die für die Verbrennung notwendige Luft aus dem Raum. Das setzt aber bestimmte Maßnahmen voraus, damit die Heizungsanlage sicher betrieben werden kann, nämlich Schaffung von Zuluftöffnungen zur Aussenluft, da eine Verbrennung unter Sauerstoffmangel zum Entstehen von lebensgefährlichem Kohlenstoffmonoxid führt. Nachteile des raumluftabhängigen Betriebes: Mit der Luft aus dem Raum zieht der Brenner auch Staub und Flusen aus

dem Raum an, insbesondere, wenn der Aufstellort - häufig der Keller - zum Wäschewaschen,

Wäschetrocknen oder als Hobbykeller genutzt wird. Die Verschmutzung des Brenners kann zu Störungen führen. Auch sprechen Zuluftöffnungen, durch die kalte Aussenluft permanent in den Raum einströmt, gegen das Bestreben nach einem energetisch möglichst dichten Haus.

Raumluftunabhängig

Hier wird die notwendige Verbrennungsluft dem Heizkessel unmittelbar zugeführt, nämlich durch eine Rohr mit zwei Zügen (innen: Abgasführung nach aussen, im zweiten Zug um das innere Rohr: Zuführung der Frischluft von aussen). Der Vorteil: die Verbrennungsluft wird durch das im Nebenrohr vorbeiziehende Abgas vorgewärmt. siehe auch unter "LAS - Luft-Abgas-System"

Regenerative Energie

Dabei handelt es sich um erneuerbare Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, z.B. Holz (Siehe auch Stichwort "Pellets" oder "Biomasse"). Regenerative Energien sind auf die Sonneneinstrahlung zurückzuführen, nämlich Wind, Wasserkraft und Biomasse, also z.B. Raps und Holz. Die unmittelbare Sonnenstrahlung kann durch Sonnenkollektoren ausgenutzt werden. Der Wind durch Windrotoren. Die Wasserkraft wird durch Strömungs- und Gezeitenkraftwerke gewonnen. Energie aus Biomasse wird durch

Verbrennung (Holz) , Vergärung bzw. Vergasung (Silage, Gülle) oder durch Gewinnung von pflanzlichen

Zwischenprodukten, nämlich Ölen und Harzen, gewonnen. Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) hat

                                      den Hintergrund, den Anteil regenerativer Energien am gesamten Energieverbrauch massiv zu fördern.

Reversible (umkehrbare) Wärmepumpen

Reversible (umkehrbare) Wärmepumpen können durch einen technischen Umkehrprozess nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen eingesetzt werden. In Abhängigkeit zur benötigten Kühlleistung wird eine aktive bzw. passive Kühlung zur Gebäudetemperierung eingesetzt. Auch bei Klimaanlagen gibt es Modelle mit reversibler Technik, mit der alsdann geheizt werden kann.

Rohrbruch

Als Rohrbruch bezeichnet Ihr Fachmann in der Hausinstallation auftretende Undichtigkeiten an wasserführenden Rohren. Tritt auf überwiegend durch Korrosion oder galvanische Ströme bei nicht stimmigen metallischen Materialverbindungen, aber auch durch unfachmännisch ausgeführte Löt-, Schweiss- oder Pressverbindungen. Korrosion kann im übrigen jede Art von Rohr betreffen.

Röhrensifon

Der Siphon befindet sich unterhalb Ihres Waschtisches, unterhalb Ihrer Küchenspüle und auch unter dem Abfluss von Badewanne oder Dusche. Die Aufgabe des Sifons ist, unangenehme Gerüche aus dem Abfluss zu verhindern. Dafür sorgt das Wasser im unteren Bogen des Siphons. Es versperrt den Gerüchen gewissermaßen den Weg. Sifons verstopfen schon einmal durch Haare und/oder Essensreste und/oder Fett im Wasser. Je nach Bauart gibt es Röhrensifons oder Tauchsifons oder spezielle Flachsifons für Duschen. Röhrensifons - wie im Bild - haben den Vorteil, dass sie durch seitliches Verdrehen des unteren Bogens auch bei Waschbecken eingesetzt werden können, deren abflussseitiger Wandanschluss nicht exact mittig unter dem Waschbecken liegt. Nachteil: Durch den vorgegebenen Radius des unteren Rohrbogens kann der Röhrensifon nicht bei kleinen Waschbecken eingesetzt werden. (siehe auch unter "Flaschensifon")

Rücklauftemperatur

Ihr Heizungswasser durchfliesst das Rohrsystem und die einzelnen Heizkörper, kühlt dabei ab und wird in einem Kreislauf in etwas abgekühlter Form wieder über das Rücklaufrohr dem Heizkessel zugeführt. Sie finden daher in der Regel in der Nähe Ihres Heizkessels zwei Thermometer, nämlich einmal ein Thermometer für die Vorlauftemperatur und ein weiteres Thermometer für die Rücklauftemperatur.

Rücklaufverschraubung

diese finden Sie in der Regel unten am Heizkörper. Die Rücklaufverschraubung hat die Funktion eines Ventils. Die Rücklaufverschraubung ermöglicht die Demontage eines Heizkörpers, ohne das Wasser aus der kompletten Heizungsanlage ablassen zu müssen. Ausserdem sind an der Rücklaufverschraubung manuelle, hydraulische Einstellungen möglich, die einen hydraulischen Abgleich gestatten. Durch Eindrehen verringert sich der Durchfluss des Heizungswassers durch den Heizkörper und durch

                                      Herausdrehen erhöht sich der Durchfluss. (Siehe auch „hydraulischer Abgleich“)

Quelle: Kessel AG

Rückstau

Ein Rückstau tritt ein, wenn die Gemeinde-Kanalisation bei einem Starkregen den Wassermassen nicht gewachsen ist. Das Abwasser staut sich im Kanal  und wird dann nicht nur aus der Kanalisation auf der Straße, sondern insbesondere in allen im Keller befindlichen Kanalisationsanschlüssen (WC oder Waschbecken im Keller oder Waschmaschinenanschluss oder Bodenabläufe im Keller) herausgedrückt.

Durch unseren Klimawandel steigt das Risiko solcher Starkregen und damit das Risiko eines Regenwasserrückstaus in der Kanalisation ständig an. Verhindern lässt sich diese Überschwemmung des  Kellers durch Rückstauverschlüsse, die mechanisch und/oder elektrisch das Kanalrohr im Keller schließen. Namhafte Hersteller bieten auch Geräte, die mit optischem und akustischem Alarm ausgestattet sind. (siehe auch unter "Hebeanlage")

Sanitärarmaturen

"Sanitärarmaturen" sind aus Messing  hergestellte, verchromte, vergoldete oder farbig beschichtete Misch- und Auslaufventile, im Bad-, Küchen- und Wirtschaftsraumbereich usw. Diese Armaturen gibt es - wie im Foto- als Einhebel- als auch als Zweigriff-Armaturen.

Sanitärfarben

Bei Ihrer Wunsch-Badausstattung können Sie aus einem ganzen Bündel von Farben wählen. Dabei sind die häufigsten:  Star-White, Reinweiß, Pergamon, Elfenbein, Jasmin, Bermudablau, Manhattan Grau, Bahamabeige.

Selektivitätskennzahl (S)

Die Selektivitätskennzahl bestimmt das Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit eines Glases (siehe "Wärmeschutzverglasung") zur Gesamtenergiedurchlässigkeit. Dabei ist eine hohe Kennzahl als positiv zu bewerten. Moderne Sonnenschutzgläser sollen eine hohe Lichtdurchlässigkeit aufweisen, also das kurzwellige Licht durchlassen. Andererseits sollen diese Sonnenschutzgläser aber gleichzeitig einen niedrigen Energiedurchlassgrad gewährleisten, also die langwellige Wärmestrahlung zurückhalten. wobei

                                      eine hohe Kennzahl positiv ist.

Stickstoffdioxyd / NO2

Stickstoffdioxid (NO2) ist ein giftiges, rotbraunes und stechend riechendes Gas, ähnlich wie Chlor, welches leicht  verflüssigt werden kann und als Spurengas in der Atmosphäre vorkommt, meist mit den höchsten Werten in der Nähe des Bodens. Stickstoffdioxid gehört zur Gruppe der Stickoxide, auch als NOx bezeichnet. Eine hohe Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) führt in der Atemluft bei Menschen zu Augenreizungen, Hustenreiz und Beschwerden in den Atemwegen. Langfristig können sich Schädigungen der Atmungsorgane ergeben und eine Zunahme von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.    Chemisch trägt Stickstoffdioxyd zur Bildung von bodennahem Ozon bei. Gleichzeitig führt                           Stickstoffdioxid zur Überdüngung und Versauerung von Böden und schädigt die Vegetation.                                                             Insbesondere hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) NO2 als „für Menschen                                                                           krebserregend“ eingestuft. (Siehe auch unter "Saurer Regen / SO2" oder "Kohlendioxyd /CO2")

Saurer Regen / SO2

Bei Verbrennung von Kohle, Heizöl und Diesel können verschiedene Schadstoffe freigesetzt werden. Darunter z.B. das Schwefeldioxid (SO2). Dies ist ein farbloses und giftiges Gas mit stechendem, stark reizendem Geruch. Schwefeldioxid entsteht bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brennstoffen.  Es reagiert mit Wasser zu Schwefelsäure, die zur Schornsteinversottung sowie in Verbindung mit Stickstoffoxiden zu Umweltschäden (Saurer Regen) und gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Smog,

Atemwegserkrankungen) führen kann.

Schimmelbildung

Durch falsche Lüftung und/oder unzureichende Beheizung kondensiert die Raumluft-Feuchtigkeit an kalten Bauteilen, bevorzugt im Bereich von Aussenwänden, dort hinter großen Schränken oder in kalten, weil schlecht gedämmten Raumecken (Kältebrücken) oder wie im Foto bei ständiger Lüftung in Fenster-

Kippstellung im oberen Bereich. Entstehung von gesundheitsschädlichem Schimmel ist die Folge.

Schneckenförderung   

Die Schneckenförderung wird eingesetzt, um Pellets aus dem Pelletslager zum Heizkessel zu befördern. Dabei sagt dieser Name nicht etwa etwas über die Langsamkeit der Förderung aus. Vielmehr rührt dieser Name von der Art der Transporttechnik her.  Im Gegensatz  zur "Maulwurf"-Förderung, eine Pelletförderung mit einem Saugmechanismus. (siehe auch unter "Pellets")

 

Quelle FVSHK NRW

Sicherheitsgruppe:
Diese dient dem Schutz des Wärmeerzeugers oder des Warmwasserspeichers vor Überschreitung des zulässigen Betriebsdrucks und besteht aus folgenden Bauteilen:  Prüfstutzen, Absperrventil, Druckminderer - regelt den Druck im Trinkwassersystem - , Rückflussverhinderer (verhindert, dass erwärmtes Trinkwasser in das Trinkwassernetz kalt zurückströmt), Manometeranschluss und

Ablauftrichter und Sicherheitsventil: Letzteres schützt den Heizkessel gegen das Überschreiten des

zulässigen Betriebsdruckes. Überschreitet der Druck in der Anlage den Einstellwert, hebt das Wasser einen Ventilteller gegen die Federkraft vom Ventilsitz an und der überschüssige Druck in Wasser- oder Dampfform kann über die Ausblaseleitung abfliessen.

Sifon / Siphon

Hier im Bild links der Flaschensifon, rechts der Röhrensifon. Siehe insoweit unter "Flaschensifon" bzw. "Röhrensifon"

 

Solarenergie

ist die von der Sonne auf die Erde abgegebene einerseits kurzwellige Lichtenergie, andererseits die langwellige Wärmeenergie. Diese liegt in einem solchen Ausmaß vor, dass sie um mehrere tausend Faktoren höher ist als der menschliche Energieverbrauch. Die Sonnenenergie wiederum verursacht Verdunstung und Niederschläge, Wind, Wellen, Meeresströmungen,  sowie Pflanzenwachstum. All diese durch die Sonnenkraft verursachten Erscheinungen können wir als regenerative Energie nutzen in Form

von Photovoltaik-Anlagen, Solarthermieanlagen, Windkraftgeneratoren, Geothermie oder Bioenergie.(Siehe auch unter "Solare Wärmegewinne", "Solarthermie", "Photovoltaik", "Geothermie";

                                      "Vakuumröhrenkollektor")

Solare Wärmegewinne

Man spricht von solaren Wärmegewinnen bei der Wärmefunktionsschicht einer Wärmeschutzverglasung, die kurzwellige Sonnenstrahlen zwar ins Gebäude hinein, diese als langwellige Wärmestrahlung aber nicht wieder hinaus lässt. Aufgrund direkter Sonneneinstrahlung durch transparente Bauteile (Fenster) ergeben sich solare Wärmegewinne im Gebäude. Die kurzwellige Sonnenstrahlung  wird im Rauminneren von Mauern und Mobiliar absorbiert. Dabei wird die kurzwellige in langwellige Strahlung umgewandelt. Da diese langwellige Wärmestrahlung (Thermalstrahlung des infraroten Bereiches unterhalb von 320 nm)  für

das Glas weitgehend undurchlässig ist, bleibt sie im Rauminneren und erwärmt die Luft. Der solare Wärmegewinn wird bestimmt durch die Ausrichtung und die Größe der Fenster, dem Energiedurchlassgrad der Gläser sowie der Verschmutzung der Scheiben (siehe auch "Wärmeschutzverglasung", "Selektivitätskennzahl (S)"  oder "Energiedurchlassgrad (G Wert)"

Solarthermie

hierbei dient die Sonnenenergie zur Erwärmung von Trink- und / oder Heizungswasser. Dabei gibt es zwei Wege, das kostenlose Sonnenlicht zu nutzen:  Durch Absorption der Sonnenenergie in Sonnenkollektoren oder durch eine Konzentrierung des Sonnenlichts mittels Hohlspiegel. Im Falle der Sonnenkollektoren erwärmen die Sonnenstrahlen eine flache wärmeabsorbierende Fläche, welche ihre thermische Energie an Wärmeträgermedien (beispielsweise ein Wasser-Propylenglykol-Gemisch im Verhältnis 60 : 40) weitergeben. Die so gewonnene Wärmeenergie (in dem System kann eine

Siedetemperatur von 150 Grad Celsius entstehen!) wird in einem Wasserspeicher gespeichert und über Wärmetauscher an das Warmwasser- und / oder Heizungssystem abgegeben. Ein üblicher Flachkollektor kann jährlich eine Wärmeleistung von etwa 350 KWh/m² erzeugen. Siehe auch unter "bivalente Trinkwassererwärmung"  "Vakuumröhrenkollektor" oder unter "Plattenwärmetauscher"

Split-Anlage

Dabei handelt es sich um eine Klimaanlage mit mindestens zwei verbundenen Komponenten, nämlich dem im Aussenbereich zu befestigenden Kompressor. Dieser hat einen Lüfter, über den die erzeugte Wärme an die Umwelt abgegeben werden kann. Ist das Gerät in Betrieb, saugt der Lüfter die Aussenluft an, schickt diese durch den Wärmetauscher mit seinen zahlreichen Lamellen. Der weitere Bestandteil der Split-Anlage ist das Innengerät. Dieses ist an der Zimmerdecke oder an der Wand in einem Raum angebracht. Über eine isolierte Rohrleitung wird es mit der aufbereiteten Kühlflüssigkeit von der außen angebrachten Einheit gespeist. Die Luftumwälzung im Raum erfolgt mit einem Walzenlüfter, der die warme Raumluft ansaugt, durch einen Wärmetauscher schickt und der die gekühlte Raumlauft vorne oder unten am Innengerät austreten lässt. Aktuelle Inverter-Klimaanlagen können nicht nur die Temperatur der   Raumluft absenken, oder die Raumluft be- oder entfeuchten.  Sie sind auch in der Lage, bei Bedarf zu heizen. Darüberhinaus sind viele Geräte in der Lage, die Luftqualität positiv zu beeinflussen, indem sie Pollen oder Staubpartikel aus der umgewälzten Luft herausfiltern. Tip: Wärmetauscher der Innen- und Aussengeräte regelmäßig im Rahmen einer Wartung durch den Fachmann reinigen lassen. 

Staatliche Zuschüsse

z.B. die Heizungsoptimierung wird von Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 30 % der Nettokosten bezuschusst. Bedingung ist, dass die Optimierung von einem Fachhandwerker durchgeführt wird. Weitere Voraussetzung: Die Heizungs-Umwälzpumpe oder die Heizungsanlage muss älter als 2 Jahre sein. Gefördert wird der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage und gilt auch für die dabei evtl. notwendige Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen,  Gefördert wird aber auch der

Austausch von Heizungs-Umwälzpumpen gegen moderne Hocheffizienzmodelle. Als weitere Maßnahme

wird auch die professionelle Einstellung der Heizkurve an Ihrer Kesselregelung gefördert. Die

                                      förderungsfähigen Hocheffizienzpumpen finden Sie in einer Liste des BAFA. (siehe detailliert auf unserer

                                      Seite "KfW-Förderung"

Standrohr

ist die Bezeichnung des Übergang von dem aus Zinkblech, Kupfer oder Kunststoff bestehenden Regenfallrohr in die Grundleitung und soll die Rohrleitung vor Beschädigung schützen. Das in den Boden führende Standrohr kann aus PE-HD, Grauguss oder Stahl hergestellt sein.  

Quelle: Sener-tec

Stirlingmotor           

Gase haben die Eigenschaft, sich bei Erhitzen auszudehnen und beim Abkühlen wieder zusammenzuziehen. Diese physikalische Eigenschaft nützt ein Stirlingmotor als Antriebskraft: In einem geschlossenen System aus Kolben und Zylinder befindet sich ein Gas. Der Zylinder wird an einem Ende von einer äußeren Wärmequelle erwärmt, wodurch sich das in ihm befindliche Arbeitsgas ausdehnt. Am anderen Ende kühlt das Zylindergehäuse ab, wodurch das Gas wieder an Volumen verliert. Hierdurch entsteht die Bewegungsenergie, die zum Antrieb eines Generators genutzt werden kann. Stirlingmotoren   treffen wir in Mini-Blockheizkraftwerken an.

Stoßlüftung

Die Stoßlüftung ist ein kurzer Lüftungsvorgang mit weit geöffneten Fenstern mit dem Ziel des schnellen und intensiven Luftwechsels zwecks Abfuhr verbrauchter und feuchter Raumluft. Wichtig ist, dass dieser Vorgang mehrmals am Tag (5-10 mal) durchgeführt wird. Im Winter reichen 5 Minuten zum Lüftungsvorgang mit Stoßlüftung aus. Sinnvoll ist es, während der Stoßlüftung den Heizkörper zuzudrehen (Siehe auch unter dem Stichwort "Fensterlüftung")

Strahlungswärme

"Kenn ich".... werden Sie sagen... "Das ist das angenehme Gefühl, wenn die langwellige Wärmestrahlung eines Heizkörpers oder eines Kaminofens auf die Haut trifft"

Wussten Sie aber auch, dass ein Erwachsener  je Stunde durchschnittlich 120 Watt an Wärme abgibt? Neben dieser Wärmeabgabe durch die Bewohner tragen auch konventionelle elektrische Verbraucher (Kühlschrank, Herd, Lampen pp.) zum Wärmeausstoss bei. Gerade bei den hochgedämmten, sehr

luftdichten Niedrigenergiehäusern bekommt damit die notwendige Lüftung, Entfeuchtung und ggfs.

Kühlung besondere Bedeutung. (siehe auch unter "kontrollierte Wohnraumlüftung")

Stückholzkessel                

In einem solchen, auch „Festbrennstoffkessel“ genannten Kessel verbrennen Holzscheite zur Wärmegewinnung. Stückholz gehört zu den regenerativen Energieträgern und ist CO2-neutral. Dabei eignet sich jede Holzart als Brennholz, wobei Buche aufgrund seines Abbrennverhaltens bevorzugt verheizt wird. Wichtige Bedingung: Holz darf nur eine Restfeuchte von maximal 20 Prozent haben, muss

                                      also lange abgelagert sein. Nachteil: Das Holz muss regelmäßig von Hand nachgelegt werden ebenso,

                                      wie die entstehende Asche regelmäßig geleert werden muss. Der durchschnittliche Brennwert beträgt 4

                                      kWh pro Kilogramm Stückholz. (Siehe auch "Pellets")

Taupunkt

Das ist der Temperaturpunkt, bei dem Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann. Wird die Lufttemperatur verringert, z. B. durch Abkühlung an kalten Bauteilen, kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf an diesen Bauteilen und erhöht deren Feuchte. Deswegen unser Tipp: An warmen, gar schwülen Tagen nicht die Kellerfenster zum Lüften öffnen. Der Wasserdampf in der warmen

Luft kondensiert gerne beim Abkühlen an den kalten Kellerwänden oder auch an evtl. ungedämmten Kaltwasserrohren und führt zu Schimmelgefahr. In der Engergiespartechnik, nämlich beim modernen Brennwert-Heizkessel wird hingegen der Taupunkt ganz gewollt unterschritten, um durch die

                                      Tauwasserbildung aus dem Abgas am Abgaswärmetauscher die rein physikalisch entstehende

                                      Verdampfungswärme für die Heizleistung auszunutzen. (Siehe auch unter

                                      "Schimmelbildung" oder "Feuchtemessung" oder "Lüftung" oder "kontrollierte Wohnraumlüftung"

Tauwasserschutz 

Ein Tauwasserschutz ist überall dort erforderlich, wo ein entsprechender Feuchtigkeitsgehalt der  Umgebungsluft über einen ausreichend langen Zeitraum  an ungedämmten Bauteilen kondensieren und zu  Feuchteschäden (Rohrkorrosion, feuchte Bauwerksteile [Schimmelbildung]) führen kann. Hierzu zählen Räume mit Aussenluftzufuhr und/ oder feuchter Raumluftzufuhr, Verteilungsleitungen in abgehängten Decken mit hohen Wärmelasten. Der Tauwasserschutz ist (neben der Unterbindung der Wärmeübertragung und dem Schallschutz) der Grund, warum auch Ihre Kaltwasserrohre mit einer Dämmung versehen werden müssen.

 

Thermostatventile

Die Energieeinsparverordnung schreibt vor, dass Heizkörper mit „automatisch wirkenden Einrichtungen“ versehen sein müssen. Sie kennen diese als preiswerte „Thermostatköpfe“. Einmal richtig eingestellt, halten diese Regler Ihre Wunschtemperatur konstant. Empfehlenswert ist der Austausch alter Thermostatköpfe gegen die heutigen, technisch weiterentwickelten Modelle. Ein technisch aktueller

Thermostatkopf kostet nur ab ca. 12 €. Praktischer sind programmierbare Thermostatköpfe mit einem Batterieantrieb. Diese können zusätzlich mit Tages- und Wochenprogrammen nach Uhrzeit programmiert

werden, beispielsweise zur Herunterregelung für eine Zeit, in der Sie nicht zu Hause sind. (Die

Senkung der Raumtemperatur nur um 1 Grad führt zu einer Energieeinsparung von rund 5 Prozent) Für

noch mehr Komfortwünsche gibt es auch funkgesteuerte Thermostatköpfe, die von einem zentralen

Bediengerät oder auch über eine App-Steuerung über Ihr Smartphone geregelt werden können.

Tiefspül-WC

Anders als bei einem Flachspül-WC fallen die Exkremente nicht zunächst in eine Mulde, sondern sofort ins Wasser. Für ein Tiefspül-WC spricht die leichtere Reinigung und auch der etwas niedrigere Wasserverbrauch. (Bei der Marken-Keramik deutscher Hersteller gibt es allerdings viele Modelle, die mit einer besonderen langlebigen Beschichtung versehen sind, die deswegen ohnehin pflegeleichter sind)

U - Wert

Ein Wärmedurchgangskoeffizient, der wichtig ist zur Erlangung der verschiedenen Förderprogramme.  Im Winter wandert Wärme von den beheizten Innenwänden nach außen. Dieser Wärmedurchgang wir für jedes Bauteil, zum Beispiel Dach, Mauerwerk, Türen oder Fensterglas bestimmt.  Dieser U-Wert (auch „Wärmedurchgangskoeffizient“ genannt, früher k-Wert) zeigt, wie viel Energie in Watt pro Quadratmeter entweicht. Je kleiner der Wärmedurchgangskoeffizient, desto besser ist die Dämmung. Der Wert wird

dargestellt in „W/ m²K“.  W steht dabei für Watt, K für Kelvin. (siehe auch nachfolgend "Uw-Wert")

Uw - Wert

Auch dieser Wert  ist ein Wärmedurchgangswert. Der Uw-Wert bestimmt aber die Dämmleistung des gesamten Fensters. Er errechnet sich in erster Linie aus den Dämmwerten von Fensterprofil und Fensterglas. Dieser Uw-Wert liegt bei modernen Fenstersystemen, z.B. 3-fach Wärmeschutzverglasung derzeit  bei sehr guten 0,6 W/m²K. (siehe auch „U-Wert“) Siehe auch unter "Wärmeschutzverglasung"

Unit

So bezeichnet die Industrie die bereits von Herstellerseite perfekt aufeinander abgestimmten Kombinationen von Regelsystem, Heizkessel und Brenner, beispielsweise aber auch mit zugehöriger Warmwasserbereitung. Die Elemente sind sowohl mechanisch als auch physikalisch auf eine optimale gemeinsame Verwendung hin konstruiert und ermöglichen damit einen umweltfreundlichen und kostensparenden Betrieb. Vorteil: Diese vorgefertigten Verbindungsteile gewährleisten eine schnelle und

                                      problemlose, und damit kostengünstige Montage. Ausserdem entfallen langwierige Abstimmarbeiten der

                                      Einzelelemente aufeinander auf der Baustelle.

Quelle: IWO

Vakuumröhrenkollektor

ist eine Form der Sonnenkollektoren. Dieser verfügt über zwei konzentrisch ineinander gebaute Glasröhren, zwischen denen sich ein Vakuum befindet. Das Vakuum lässt die Strahlungsenergie des Lichts zum Absorber zu, verringert aber weitgehend einen Wärmeverlust. In der inneren Röhre befindet sich ein Wärmeübertragungsmedium, üblicherweise ein Wasser-Diethylen-Glycol-Gemnisch. Vakuumröhrenkollektoren haben höhere Wirkungsgrade als Flachkollektoren, sind aber  - weil

                                       aufwendiger - teurer in der Anschaffung. (siehe auch unter "Solarthermie")

Verkeimung

Versottung

Bei modernen Heizkesseln liegt die Abgastemperatur so niedrig, dass die Feuchtigkeit aus den Abgasen im Kamin kondensiert. Dieses Kondenswasser aus den Abgasen schlägt sich im Stein eines herkömmlich gemauerten Schornsteins nieder und durchdringt und zerstört gemeinsam mit den im Abgas enthaltenen chemischen Verbindungen wie Schwefel, Teer pp. das Mauerwerk des Schornsteins bis hin zum Innenputz. Dieser Innenputz verfärbt sich wie im Foto und die Verfärbung durchdringt auch die Tapeten. Abhilfe: Einbringung eines modernen Abgassystems. (siehe auch unter "Raumluftunabhängig",  "Abgasleitung", "Brennwertkessel"

Vorwandinstallation

Die Vorwandinstallation ist eine zeitsparende Methode, um ein Badezimmer neu zu errichten oder dieses zu sanieren. Es gibt Montagerahmen, in denen bereits die nötigen Rohrleitungen und Anschlüsse vorbereitet sind. Es werden aber auch vorgefertigte Installationsbausteine verbaut, so dass nur noch die Brauch- und Abwasseranschlüsse angeschlossen und diese Bausteine mit Gipsplatten verkleidet werden müssen. (Hier im Bild das Installationssystem GIS vom Hersteller Geberit. Das System ist ebenso stabil wie flexibel und ermöglicht  die Umsetzung individueller und kreativer Raumgestaltungen und Funktionen.

Bautoleranzen lassen sich ganz einfach ausgleichen.(Schlitzestemmen, Mauern und Verputzen und der damit verbundene Dreck aber auch die oft schwierige Koordinationen zwischen Maurern und Installateuren entfallen!)

Vorlauftemperatur

Ihr Heizsystem besteht aus einem Wasserkreislauf. Als Vorlauftemperatur bezeichnet man dabei die Temperatur des  vom Heizkessel gelieferten Heizwassers, das mittels Umwälzpumpe in das Heizsystem eingespeist wird.  Bei Heizkörpern liegt die Vorlauftemperatur im Bereich von 35 bis 70 Grad , bei Flächenheizsystem, wie bei der Fußbodenheizung, bei 25 bis 40 Grad Celsius. Ziel muss sein, eine möglichst niedrige, noch zulässige Vorlauftemperatur zu erreichen. Siehe auch unter dem Stichwort:

 „Heizkurve/Heizkennlinie“

Wartung Gasheizkessel

"Heizungs- und Warmwasseranlagen sowie raumlufttechnische Anlagen sind sachgerecht zu bedienen, zu warten und instand zu halten", schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Dabei gehört die regelmäßige Inspektion der Gasheizung laut EnEV zu den Pflichten des Betreibers. Nicht nur, um dem Gesetz Genüge zu tun, sondern auch im Interesse Ihres Geldbeutels sollten Sie die Wartung regelmäßig  durchführen lassen. Wir empfehlen einen jährlichen Turnus. Dabei prüfen wir bei neueren Geräten den Fehlerspeicher und verschiedene Parameter der Elektronik, mit denen wir beurteilen können, ob die Heizung seit der letzten Wartung einwandfrei gelaufen ist. Dazu nehmen wir das Gerät in Betrieb und prüfen das normale Regelverhalten der Gasmenge und die Funktion der Regelung. Im Rahmen der Wartung provozieren wir kontrolliert verschiedene Fehler, um die Funktionen der verschiedenen            Sicherheitseinrichtungen zu testen. (z.B. Relaistest der Komponenten wie z.B. Pumpe, Gebläse, Brenner, Umschaltventil)  Immerhin sind diese Sicherheitskomponenten zu Ihrem Schutz da und sollen zuverlässig im Gefahrfall abschalten. Zu den Sicherheitseinrichtungen gehören u.a. die Abgasüberwachung, die Flammenüberwachung oder der Schutz vor zu hoher Temperatur. Zu Beginn der Wartung wird das Gerät teilweise zerlegt, um verschiedene Komponenten, wie Wärmetauscher, Kondensatsifon pp. reinigen zu können. Der Kondensatsifon wird durchgespült, Beim Wärmetauscher führen  wir die Reinigung    mechanisch mit Hilfe von Reinigungskamm und Druckluft oder unter Zuhilfenahme von speziellen, für Aluminium geeigneten Reinigungsmitteln (Aluminium-Wärmetauscher!) durch. Die Zünd- und Überwachungseinrichtungen der Gas-Brennwertkessel (hierzu zählen z.B. Taktzünder, Glühzünder und Überwachungselektroden) prüfen wir entsprechend den Herstellerangaben bzw. tauschen diese aus. Bei der Überwachungselektrode muss der Ionisationsstrom mittels geeignetem Messgerät (hierbei ist              insbesondere der Messbereich richtig zu wählen) geprüft werden. Abschliessend führen wir eine Abgas-Messung durch, damit wir erkennen können, ob das Gerät den Brennstoff sauber verbrennt und nicht zu viele Schadstoffe in die Atmosphäre gelangen. Ausserdem messen wir den Wirkungsgrad der Anlage, um sicherzustellen, dass  nicht zu viel Energie verbraucht wird. Sollten einige Parameter nicht in Ordnung sein, müssen wir versuchen, diese wieder in Ordnung zu bringen. Dies ist z.B. durch eine Korrektur der Gaseinstellung möglich. Eine Heizung, die die Luft aus dem Aufstellraum bezieht, sollte jährlich gewartet werden!

Wartung Ölheizkessel

Dies ist keineswegs nur eine reine äusserliche Kosmetik! Die jährlichen Betriebsstunden einer Heizung entsprechen der Laufleistung eines Autos von rund 40.000 km. Wie bei einem Auto bleiben auch bei der zuverlässigsten Heizungsanlage Verschleißerscheinungen nicht aus. Dies ist der Grund für die turnusmäßigen Wartungen, die wir empfehlen. Ein weiterer Grund für die alljährlichen Arbeiten sind auch die Verbrennungsrückstände, die sich zum Beispiel im Feuerraum, am Wärmetauscher oder im Abgassystem ablagern. Ablagerungen von Staub, Schwefel, Ruß und anderen Stoffen verschlechtern den  Wärmeaustausch, da sie an den Wärmetauschern und an den Wänden  des Brennraums eine isolierende Schicht bilden. Bereits eine Schicht von nur einem Millimeter reicht aus, um den Brennstoffverbrauch um fünf Prozent zu erhöhen. Wir reinigen den Brennraum mechanisch als auch mi den von den Kesselherstellern empfohlenen Chemikalien und saugen die Rückstände ab. Der komplette Heizbetrieb ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus verschiedensten Bauteilen. Im Rahmen der Wartung erneuern wir nach Herstellervorgaben Verschleissteile wie Heizölfilter-Einsatz, die Zündelektroden ggs. Dichtungen als auch die Öldüse, durch deren feinmechanischen Bohrungen während einer Heizperiode mit einem Druck von 6-15 bar Hunderte, gar Tausende Liter Heizöl gepresst wurden. Im Rahmen einer Wartung werden auch die Mischeinrichtung (Stauscheibe, Fotowiderstand und Zündelektroden) gesäubert und bezüglich Befestigung und Einstellung geprüft.  Zum Abschluss aller Arbeiten wird der Fachhandwerker noch eine Kontrollmessung vornehmen und darüber ein Messprotokoll erstellen. Wichtig ist, dass die Anlagenwerte unter den Grenzwerten der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) liegen. So darf ein CO-Gehalt von 0,005 Prozent und eine Rußzahl von 1 nicht überschritten werden. Außerdem ist bei Heizkesseln bis 25 kW ein Abgasverlust von maximal 11 Prozent und bei Heizkesseln bis 50 kW ein Abgasverlust von maximal 10 Prozent einzuhalten.

Wartung Wärmepumpe

Die Wartung einer Wärmepumpe ist im Vergleich mit einer Ölheizung nicht so umfangreich. Gänzlich wartungsfrei sind Wärmepumpen aber keineswegs, alleine schon, um deren Wirkungsgrad aufrechtzuerhalten. Filter und andere Verschleißteile sind nach Herstellerangaben regelmässig zu wechseln, insbesondere bei Luft-Luft-Wärmepumpen und Luft-Wasser-Wärmepumpen. Gerade der Wärmetauscher als auch die Luftleitungen sind sensible Bereiche: Bakterien, Mikroorganismen, Pilze und Hefen, fein suspendierter Sand oder Rostteilchen aus der Flüssigkeit können sich an den Wärmeübertragungsflächen des Wärmetauschers ablagern. Korrosion beruht auf einem (elektro-)chemischen Angriff auf die Werkstoffoberfläche. Dadurch bildet sich eine meist sehr dünne Oxidschicht,    die den Wärmedurchgang zwar nicht behindert, aber die Verkeimung begünstigt. Gleiches gilt für die Rohrleitungen, die die Luft transportieren. Hier kann Kondenswasser anfallen, das nicht zuverlässig abgeleitet wurde und auch hier zur Verkeimung führen kann. Ausserdem muss eine regelmäßige Kontrolle des Kältemittelkreislaufs erfolgen. Sofern die Wärmepumpe mehr als 3 Kilogramm Kühlmittel enthält, ist allerdings eine jährliche Prüfung des Kühlmittelkreislaufes zwingend vorgeschrieben. Siehe auch nachfolgend unter "Wartung Wärmetauscher"

Wartung Wärmetauscher

Die turnusmäßig vorzunehmenden Wartungen sind keineswegs von Ihrem Fachhandwerker inszeniert, um Ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen: Wie auch Ihr Auto bedarf Ihre Heizung, Ihre Wärmepumpe oder auch Ihre Klimaanlage der regelmäßigen Wartung. Beispiel Wärmetauscher der Klimaanlage oder der Wärmepumpenanlage: Staubflocken, fliegende Pflanzensamen, Mikroorganismen, Pilze und Hefen,  oder sogar Vogelfedern können sich ansammeln. Dies behindert den Luftdurchsatz im Wärmetauscher. Ausserdem vermehren sich in Verbindung mit Feuchtigkeit (Schwitzwasser pp.) Keime explosionsartig und sind häufig zunächst unerklärlicher Grund für Erkrankungen bzw. ausgelöste Allergien.  Daher ist eine alleine schon aus hygienischen Gründen regelmäßige Wartung und Reinigung  unerlässlich!Ich erwarte, dass die Reizworte Verschmutzung und Verkeimung von Wärmetauschern in den nächsten Jahren aufgrund gestiegender Hygiene- und Energieanforderungen stark steigende Bedeutung bekommen! (Nicht umsonst werden im Rahmen der Auto-Inspektionen auch Auto-Klimaanlagen regelmässig desinfiziert und        vorgeschaltete Pollenfilter ausgetauscht) Abgesehen davon steigt Ihr Energieaufwand stark an an bzw.der Wirkungsgrad Ihrer Wärmepumpe, Ihrer Lüftungs- oder Klimaanlage geht massiv zurück. Gibt es hier einen Verdacht auf Hygienemängel wie z.B. eine  Verkeimung, sollte unbedingt eine geschulte Fachkraft hinzugezogen werden. Dieser kennt nämlich die speziellen Erfordernisse: Z.B. ist bei den feinen ALU-Lamellen der Aussengeräte der Klimageräte wegen des hohen Beschädigungsrisikos  Vorsicht geboten und Reinigungsmittel müssen mit den verwendeten Materialien verträglich sein. Im Rahmen einer Wartung wird der Fachhandwerker die Lamellen von der Hinterseite mit komprimierter Luft durchblasen und auch die Filterelemente demontieren und auswaschen bzw. wechseln.

Wasseraufbereitung

Diese ist häufig notwendig bei zu hartem Trinkwasser zur Verminderung von Kalkflecken und Kalkansätzen an Armaturen, Duschen, Maschinen, aber auch zur Einsparung von Seifen und Waschmitteln. Hierzu gibt es einerseits Wasserfilter, aber auch spezielle Wasserenthärtungsanlagen, die auf Ionenaustauschbasis funktionieren. Dabei durchfließt das harte Wasser aus der Leitung den                 Enthärter, der mit Kationenaustauscherharz gefüllt ist, der den Kalk bindet und mit Na-Ionen austauscht. So entsteht vollkommen kalkfreies Wasser. Dabei erschöpft sich der Austauschharz, das dann von  Zeit zu Zeit mit einer schwachen Kochsalzlösung regeneriert werden muss.  (Diesen Vorgang kennen Sie auch aus Ihrer Geschirrspülmaschine)  Zu hartes Wasser Ihres Wasserversorgers kann aber auch Schäden bei Heizungsanlagen hervorrufen, beispielweise kann es bei Kalkablagerungen in Warmwasser speichern und Rohrsystemen zu Einbußen der Effizienz aber auch zu hydraulischen Problemen kommen.

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Aufbereitung zwischen Enthärtung und Entsalzung. Mittels Filtern kann das Wasser behandelt und für den Betrieb der Heizungsanlage optimiert werden. Moderne Heizgeräte verhalten sich besonders sensibel bei hartem oder korrosivem Füllwasser, z.B. reagieren Bauteile und Rohrleitungen aus Aluminium oder Edelstahl besonders empfindlich auf Sulfate (Eisensulfat, Kalium- oder Calciumsulfate)

Wärmebrücke

Die Wärmebrücke ist ein Teil des Gebäudes, das mehr Wärme nach aussen ableitet als angrenzende Bauteile. Dies entsteht bauartbedingt oder wegen Mängeln in der Planung und Bauausführung.  Tritt auf, wenn das Gebäude nicht korrekt wärmegedämmt ist, also z.B. der Betonsturz über Fenstern und Türen nicht korrekt mit in die Dämmung einbezogen werden.  Durch die Wärmebrücke entsteht eine niedrigere Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite.  An diesen kälteren Bauteilen kondensiert die   

Luftfeuchtigkeit und Schimmelbildung ist die Folge. (siehe auch "kontrollierte Wohnraumlüftung",

                                      "Fensterlüftung", "Taupunkt" oder "Schimmelbildung")

Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG)   bzw.   Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS)

Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) ist das Maß für die Durchlässigkeit eines Materials für einen Wärmestrom. Die WLG finden Sie bei den Angaben auf Dämmstoffen. Je niedriger der Wert, umso größer ist die Dämmwirkung!   Die verschiedenen Dämmstoffe werden unter der WLS gruppiert. Verwendet wird die Wärmeleitfähigkeitsgruppe unter anderem in der Energieeinsparverordnung (EnEV), in der verschiedene Mindestanforderungen an Dämmstoffe normiert worden sind.

Quelle: intelligent heizen

Wärmepumpe

Diese funktioniert ähnlich wie  ein Kühlschrank: Es wird  Wärme aus der vorhandenen Luft (oder aus dem Boden oder aus dem Grundwasser, siehe Prinzipbild unter "Geothermie") entzogen und in die gewünschte, nutzbare Energie umgewandelt. Bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt man das Grundwasser. Weil dieses mit nahezu konstanter Temperatur zur Verfügung steht, soll dieses System besonders wirtschaftlich sein. Zur Nutzung von Grundwasser sind mindestens zwei Brunnen erforderlich.  Aus dem einem Brunnen wird das Grundwasser nach oben zur Wärmepumpe gepumpt. Hier wird dem  Grundwasser über ein Kältemittel die Wärme entzogen. Das Kältemittel wird verdichtet und gasförmig zu einem Wärmetauscher geführt. Im Wärmetauscher wird die Wärme wiederum an das Heizungswasser weitergegeben.  Danach wird das um ca. 5 Grad abgekühlte Grundwasser über einen zweiten Brunnen zurückgeleitet. Die Tiefe der Bohrung richtet sich nach der Höhe des Grundwasserspiegels. Wärmepumpen können bei optimaler Auslegung nach Angaben der Industrie einen Nutzungsgrad mit dem Faktor 5:1 entwickeln. Dies bedeutet, dass für  jede aufgewendete Kilowattstunde Energie vier Energieeinheiten aus der Luft oder dem Grundwasser entzogen und somit insgesamt fünf Energieeinheiten Ihrem Warmwasserspeicher zugeführt werden. An bewölkten Tagen besteht bei einer Temperatur von nur 10°C  noch ein Wirkungsgrad von 3,5:1. Der Wirkungsgrad nimmt allerdings deutlich ab, wenn man bei den bei Tiefbrunnen notwendigen hohen Stromeinsatz für die Förderpumpen mit berechnet.

Zum Anschluss einer Wärmepumpe benötigen Sie lediglich einen 220 V bzw. 400 V Stromanschluss. Bei der Wärmeversorgung kommt eine Wärmepumpe allerdings nicht immer in Frage – z. B. wenn alte Gebäude mit hoher Vorlauftemperatur beheizt werden müssen. Dann wäre die Wärmepumpe zumindest weniger effizient. (siehe auch unter "Geothermie") Zur Effizienz von Wärmepumpen verweise ich insoweit auch auf meine "Kritischen Gedanken zur Energiewende" auf dieser Homepage.Wichtig: Bitte an regelmäßige Wartung der Wärmepumpe, auch des Wärmetauschers denken. Ein verschmutzer Wärmetauscher lässt den Wirkungsgrad radikal sinken!

Wärmeschutzverglasung

(Mehrscheibenisolierverglasung) war urspünglich eine Zweischeibenverglasung, mittlerweile weitgehend eine Dreischeibenisolierverglasung mit Edelgasfüllung.  Zusätzlich ist noch eine Wärmefunktionsschicht - eine nicht zu erkennende Silberschicht - aufgedampft, die wärmende Sonnenstrahlen zwar ins Gebäude hinein, diese aber nicht wieder hinaus lässt. Diese Wärmeschutzverglasung gibt es zusätzlich mit weiteren Fuktionen wie z.B. eine Schallschutzverglasung mit verschiedenen Glasdicken oder

einbruchhemmende Sicherheitsverglasung,

Wärmetauscher

Hier vermuten Sie sicherlich ein hochtechnisches Gerät? Wärmetauscher finden sie aber im Alltag ständig.  z.B. in Form von Heizkörpern oder Fußbodenheizung, in Klimaanlagen, aber auch in Ihrem Auto: Dort durchströmt das Motorkühlwasser einen Wärmetauscher, der dem Motorkühlwasser die Wärme für die Autoheizung entzieht. Auch in Wärmepumpenanlagen oder Blockheizkraftwerken finden sich Wärmetauscher. Letztlich geht es darum, dass Wärme von einem Medium auf ein anderes übertragen wird. Die dafür verwendeten Medien sind entweder flüssig oder gasförmig. Am weitesten verbreitet sind Plattenwärmetauscher, sie finden sich zum Beispiel in gewissen Klimaanlagen. Die etwas kostspieligeren Rohrbündelwärmetauscher sind dafür effizienter. (Siehe auch unter "Verkeimung" oder unter "Wärmepumpe"

Quelle: Institut Wohnen und Umwelt

Wärmeverlust

Die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle machen in Ein- und Zwei-Familienhäusern etwa ein Drittel der gesamten Verluste aus – bei größeren und kompakten Gebäuden mitunter deutlich weniger. Kostensparend und zugleich energieverbrauchsreduzierend ist daher zunächst eine kompakte Bauweise.

siehe auch "Wärmebrücke" oder "Auskühlverlust"

Warmwasserspeicher

Warmwasserspeicher gibt es in liegender als auch in stehender Form als auch in Kombination mit einem Heizkessel. Der Speicher bevorratet das erhitzte Trinkwasser. Dabei gibt es zwei Systeme: Der indirekt erwärmte Warmwasserspeicher wird über das Heizungswasser  erhitzt, welches in einem spiralförmigen Rohrleitungssystem durch den Speicher geleitet wird und dabei das Trinkwasser erhitzt. Ein direkt erwärmter Warmwasserspeicher verfügt über einen eigenständigen Kessel, der nur dieses Trinkwasser

erhitzt.

WC

Bei Ihrer Entscheidung für ein WC-Modell müssen Sie zunächst wissen, dass es bodenstehende Toiletten als auch wandhängende Toiletten gibt (siehe Prinzipskizze). Unabhängig von stehender oder hängender Montage wird bei Toilettenschüsseln noch zwischen Tief- und Flachspüler unterschieden. (siehe auch unter den entsprechenden Stichworten) Ihr Sanitärfachmann interessiert sich darüberhinaus auch noch dafür, ob der in Ihrem Hause befindliche WC-Abgang senkrecht oder waagerecht ist, also das Abflussrohr

                                      aus dem Boden kommt oder sich in der Wand befindet.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad drückt das Verhältnis zwischen der zugeführten und der abgegebenen Leistung aus. Beispiel: Bei einer Wärmepumpe geht man von einem Wirkungsgrad mit dem Faktor 5:1 aus. Dies bedeutet, dass für jede aufgewendete Kilowattstunde Strom vier Energieeinheiten aus der Luft entzogen und somit insgesamt fünf Energieeinheiten dem Warmwasser zugeführt werden. Die moderne Öl- oder Gasheizung steht im Vergleich mit Wirkungsgraden von über 90 % äußerst gut da. Ein Benzin-Automotor  kommt beispielsweise nur auf einen Wirkungsgrad von bescheidenen 30 %. Der Rest geht in Form von Abwärme und Reibungsverlusten verloren. Der Diesel-Automotor steht mit einem Wirkungsgrad von 40 %  nur ein wenig besser da. 

WLG   (Wärmeleitfähigkeitsgruppe)

Diese gibt die Durchlassfähigkeit, überwiegend eines Dämmmaterials für einen Wärmestrom an. Vorschriften zur Wärmeleitfähigkeitsgruppe finden Sie in der Energiesparverordnung (EnEV).

Auftrund der EU-Normierung ist die Bezeichnung WLG durch WLS (Wärmeleitfähigkeitsstufe) ersetzt worden. Dabei gilt: Je niedriger der Zahlenwert, umso besser ist die Dämmwirkung. Die WLG bzw. WLS finden Sie auf Dämmstoff-Verpackungen aufgedruckt, beispielsweise "WLS 035", bedeutet: 0,035 W/(mK)

Beispielsweise die Werte für Mineralwollplatten: WLG 030 (unbeschichtet), WLG 024 (beidseitig Alu) (siehe auch unter "ENEV", "Polystyrol" "Polyurethan" oder "Mineralwolle")

Zeolith

Hierbei handelt es sich um keramikähnliche kristalline Mineralien aus Aluminiumoxid und Siliziumoxid. Silizium, auch bekannt als Kieselsäure oder Zeolith. Dieses kommt auf der Erde am zweithäufigsten vor, direkt nach dem Sauerstoff. Silizium ist unter anderem in Gesteinsarten, Tonerde, Sand, Gewässern und Pflanzen vorhanden. Dies ist auch einer der Gründe, warum spezielle Gewässer, Steine und Ton-Erden schon seit Jahrhunderten als Heilmittel gelten. Sie sind ungiftig, ökologisch unbedenklich und nicht

brennbar. Wegen ihrer natürlichen Eigenschaften werden sie in Katalysatoren eingesetzt, zum Kühlen als auch zum Heizen.

Zirkulationsleitung
Bei grösserer Entfernung zwischen Ihrem Warmwasserspeicher (beispielsweise im Keller) und der Entnahmestelle (z. B. Waschbecken, Dusche, Küchenspüle) läuft zunächst das in der Rohrleitung während der Stillstandszeit abgekühlte Wasser aus der langen Rohrleitung, bis wieder das erwärmte Wasser an der Zapfstelle ankommt. Sie kennen das, wenn Sie in der Dusch beim Betätigen des Warmwasserventils eine Weile warten müssen, bis warmes Wasser fliesst. Deshalb wird in Installationen

mit längeren Leitungsstrecken, also beispielsweise in Mehrfamilienhäusern, eine Warmwasser-Zirkulationsleitung verlegt. Eine Pumpe hält in in der Zirkulationsleitung das warme Wasser im ständigen Umlauf. Damit steht auch an entlegenen Zapfstellen sofort warmes Wasser zur Verfügung. Nachteil: ein deutlich höherer Investitionsaufwand zur Erstellung dieser in der Regel langen Leitungen nebst notwendiger Dämmmaßnahmen (siehe ergänzend hierzu "Durchlauferhitzer")

Zirkulationspumpe oder Zirko-Pumpe

Eine Zirkulationspumpe (Umwälzpumpe) ist eine elektrisch angetriebene Pumpe, die das warme Brauchwasser in den Trinkwasserleitungen permanent umwälzt, so dass an jeder Zapfstelle unverzüglich warmes Wasser bereit steht. Eine Zirkulationspumpe finden sich auch in Ihrer Heizungsanlage, die dort das Heizungswasser durch den Vorlauf zu den Heizkörpern transportiert. (Siehe auch vorstehend unter "Zirkulationsleitung")

 

 

 

 

 

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